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Rückblick
auf die Veranstaltung 30 Jahre BUND Hessen – und kein bisschen leise
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Der BUND Hessen feierte schon des öfteren im großen Stil:
Mangelsdorff, Rosanna und Zelia, Barrelhouse Jazzband, Frankfurter
Kurorchester, um nur einige zu nennen, füllten schon Säle
mit bis zu 750 Personen. Jetzt waren es 700, und 20 Künstler
gingen von 20:00 bis 23:30 Uhr auf die Bühne. Gefeiert wurde
dann noch bis nach 3:00 Uhr in der Früh.
Nach einem fast einstündigen Intro mit Bildern und Trailern
sowie Musik-Untermalung, alles lange vorbereitet, begann Michi Herl
vom Stalburg Theater in Frankfurt, früher 1.600 Mal in der
Sendung Late Lounge des Hessischen Rundfunks, mit der Moderation.
Er interviewte Jörg Nitsch und Claudia Weiand vom Landesverband
sowie Angelika Zahrnt und Brigitte Dahlbender vom Bundesverband
im Laufe des ersten Teils. Keine große Festreden also, sondern
lockere Unterhaltung auch über schwierige Themen.
Lydie Auvray, der unbestrittene Star des Akkordeons, eröffnete
den musikalischen Teil, ehe es mit Dieter Thomas kabarettistisch
wurde. Die Barrelhouse Jazzband sorgte mit ihrer siebenköpfigen
Formation dann schon mal für swingende Stimmung und gab der
Veranstaltung den richtigen Blues.
In der Pause wieder Bilder- und Filmshow. Und dann wurde es wieder
rhythmisch: vier Frauen boten süditalienische, teils politische
Lieder zum Besten. Sie galten als die Überraschung des Abends,
da alle anderen bekannt waren, sie als Nobodys allerdings jetzt
700 neue Fans haben werden.
Zum Abschluss machten die Gypsys so richtig für Feuer unter
dem Dach: gigantisch war nicht nur ihr Schlagzeug, sondern der gesamte
Auftritt. Und wir konnten noch weiterer Gäste mit ihnen auf
die Bühne bringen: Ena Roth als beste Nachwuchssängerin
zeigte, was eine Röhre ist und lies u.a. Tina Turner locker
vergessen. Dazu noch einer der besten Saxophonisten, Gernot Dechert:
Simply the Best.
So bleibt: der BUND Hessen wird auch die nächsten 30 Jahre
nicht leise sein.
Wohlrad Lang